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Deutsche Film/Fernsehen-

Unterhaltungsrunde

Academy of Lifelong Learning

Arsht Hall Mittwochs um 10:30

Herbst 2001

James F. Weiher

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weiher@udel.edu
Netzmeister:
JFW


Schön freundliche und gesellige Unterhaltung in der deutschen Sprache steht auf der Wunschliste vieler deutschsprechenden ALL-Mitglieder. Die Film/TV- Unterhaltungsgruppe kommt diesem Wunsch nach und bietet unterschiedliche deutsche Filme und TV-Sendungen, die die Gruppe ansehen und diskutieren kann.

Für jeden kommt etwas vor! Komödien, Kriminalfilme, Psychothriller, Dramafilme, Literaturfilme, und Dokumentarfilme: Jedes Thema kommt an die Reihe: Wissenschaft, Kultur, Geschichte, Politik.

Kürzere Reisefilme-12-15 Minuten?Seite 2

• Das Geheimnis von Zimbabwe (Ruine) • Venedig und sein Lagune

• Copán-Ein kultisches Zentrum der Mayas, Honduras

Dokumentarfilme-30-45 Minutenlang (Seite 2 bis 6)

Lepra-Deutsches Aussetzigen-Hilfswerk Die Bavaria-Studios

Bouleward DW- Diana ua. Jeder hat seine Zeit

• Ein Schwabe in Tokio (Fußball); zu Besuch bei Guido Buchwald

• Deutschland-Fernsehhauptstadt; Köln strahlt aus

• Pillengesellschaft • Das Meer-nach uns die Sintflut?

• Sicherheit am Himmel - Luftverkehraufkommen

• Neue Sonnen, neues Leben-Radioastronomie erobert das Weltall

• Andy im Tal der Träume

• Tod in Nanjing-Ein deutsches Tagebuch

• Heinrich Heine I-Vergiftet sind meine Lieder

• Heinrich Heine II-Der Sturm warf mich an den Seinestrand

• Heinrich Heine III-Vernehmt mein Schluchzen und mein Flehn

• Vogel-flieg oder stirb!

• Mutter Natur-Blind wie der Zufall

TV-Filme (Seiten 6, 7)

• Das Fräulein von damals-Nostalgie

• Die Arzte - Nachtrunden; Apropos - Notarzt

Klassiker auf DVD mit deutschem Ton und deutschen Untertitteln (Seite 7-9)

• Die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann-Klassiker des deutschen Lustspiels

• Das Boot-authentische, fasziniernende Charakterstudie einer U-Boot-Mannschaft
 
 

Kürzere Reisefilme?je 12-15 Minutenlang

Das Geheimnis der Ruinenstadt von Simbabwe

Im Südosten Simbabwes, in einer kargen und schwer zugänglichen Gegend, lag für Jahrhunderte ein Geheimnis verborgen. Eine große Stadt, die ganz aus Stein ist. Ende des letzten Jahrhunderts gelang es dem deutschen Forscher Karl Gottlieb Mauch, das sagenumwobene Great Simbabwe zu erreichen..

Venedig und seine Lagune

„Venedig ist eine so ungewöhnliche Stadt, daß man sich gar keine rechte Vorstellung von ihr machen kann, wenn man sie nicht wirklich gesehen hat Landkarten, Pläne, Modelle und Reisebeschreibungen genügen nicht, man muß sie sehen." So schrieb der venezianische Komödiendichter Carlo Goldoni im 18. Jahrhundert über seine Heimatstadt. Goldoni kannte das Medium Film nicht, sonst hätte er seine Aussage vielleicht relativiert. Der Film erzählt die Geschichte der Stadt und sucht die Orte auf, die für jeden Touristen in Venedig zum Pflichtprogramm gehören.

Copán - Ein kultisches Zentrum der Mayas, Honduras

Die Ruinen von Copán liegen im westlichen Honduras, mehr als 400 km von der Hauptstadt Tequcigalpa entfernt. In der Blütezeit der Stadt lebten hier etwas 24.000 Menschen. Mit seiner Vielzahl an Tempeln, Treppen, Altären, Skulpturen und Stelen ist Copán wohl die eindrucksvollste Mayastätte von Honduras. Während der Dreharbeiten zum Film haben Archäologen in 20 Metern Tiefe eine Grabkammer gefunden, deren Wandrelief als eines der schönsten Kunstwerke der Maya-Kultur des frühklassischen Zeitalters (250 - 500 n. Chr.) gilt.

Dokumentarfilme?je 30-45 Minutenlang

Lepra?Mehr als eine Krankheit

Lepra, im Alten Testament zum erstenmal beschrieben, gilt als die älteste Krankheit der Menschheit. Weltweit gibt es über zwölf Millionen Leprakranke. Das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk (DAHW) mit Sitz in Würzburg ist weltweit die größte Hilfsorganisation im Kampf gegen eine Krankheit, die Menschen nicht tötet, aber zeichnet, entstellt und verkrüppelt. Entstanden ist das nicht mehr nur medizinische, sondern auch soziale Hilfswerk auf dem „Umweg" über Äthiopien. Dort hatten Touristen zu Kaiser Haile Selassies Zeiten in Harar einen französischen Arzt entdeckt, der unter unbeschreiblichen Bedingungen Aussätzige betreute. Aus der Spendenaktion für diesen Arzt entstand vor 40 Jahren das DAHW, informiert über den aktuellen Stand der Lepraforschung und zeigt die Situation der Betroffenen, die zum Teil immer noch in „Kolonien" leben.

Die Bavaria-Studios

Vom Stummfilm zu High-Tech. Mehr als ein dreiviertel Jahrhundert sind die Bavaria-Filmstudios inzwischen alt. Dutzende Male schon sah es so aus, als sei das Ende für die Filmstadt in Geiselgasteig am grünen Rand Münchens gekommen. Und immer wurde die Bavaria gerettet. Totgesagte leben eben länger und das nicht schlecht. Mit ihren Ambitionen in Sachen Multimedia sind die Müncherner auf Expansionskurs?die defizitären Jahre scheinen vorbei zu sein. Geld macht die Bavaria mit den kostengünstigen Nachmittags-Dailies, dem Berliner Kopierwerk neuer Sender auf dem Firmengelände. Nach kostspieligen Flops war man jahrelang auf dem Kinomarkt abstinent, nun will die Bavaria wieder an den Ruhm vergangener Tage anknüpfen. So suchen die Münchener neue Geschichten, denn die Bavaria leidet wie der deutsche Film unter dem Mangel an Ideen und Drehbüchern. Und doch ist es noch nicht allzu lange her, daß in Geiselgasteig „Das Boot" gedreht wurde.

Jeder hat seine Zeit

„Keine Zeit!" Trotz Flugzeugen, trotz Computern mit immer schnellerten Prozessoren scheint die Zeit immer knapper zu werden. Terminkalender und Uhren bestimmen die Tagesabläufe. Doch es gibt auch andere Zeitfaktoren, die großen Einfluß auf die Menschen haben. Die Wissenschaftler sprechen von Chronotopen. Unter diesen Zeiträumen versteht man eine zeitliche Struktur, die geprägt ist durch die zyklischen Einflüsse von Sonne und Mond, also der Länge des Tages, und Jahreszyklen. In diesen Zeitstrukturen laufen zahlreiche Prozesse ab, die das Überleben von Organismen ermöglichen: Aktivität und Ruhe, Energieaufnahme und -verarbeitung und vieles mehr. Ein interessantes Phänomen ist, daß der Ablauf dieser Prozesse von einer inneren Uhr gesteuert wird. Diese innere Uhr muß der äußeren Zeit angepaßt werden. Was passiert, wenn Menschen ihr Leben gegen die innere Uhr gestalten? Wie reagiert die Medizin auf das Wissen um diese innere Uhr?

Ein Schwabe in Tokio

Auf dem Höhepunkt einer Bilderbuchkarriere nahm Guide Buchwald 1994 Abschied vom Schwabenland, um in der japanischen Profilige Fußball zu spielen. Ein Entschluß, den viele Meister nicht zugetraut hatten. Zu verwachsen schien das schwäbische Urgestein mit dem VfB Stuttgart, als daß er Späzle gegen Sushi eintauschen könnte. Doch das Geld der Yen-Liga und seine Lust auf neue Erfahrungen gaben den Ausschlag. Viele ausländische Profis sind in Japan gescheitert, kamen mit der fremden Mentalität nicht zurecht. Doch der 1,88 Meter große Abwehrspieler hat es geschafft, in der J-League einer der Superstars zu werden. Der Fußballprofi ist zurecht stolz darauf, sich mit seiner Familie in einer ganz anderen Kultur behauptet zu haben. Doch da gibt es immer noch dieses Heimweh… In diesem Film dreht sich nicht alles, aber vieles um Fußball. Denn gerade auf und um den Fußballplatz werden Mentalität und Alltagskultur eines Landes deutlich. Wenn König Fußball Hof hält, spiegelt sich die Gesellschaft in allen Facetten.
 

Köln strahlt aus

Wie eine Stadt zu Europas Fernsehzentrum wurde. Europas Medienhauptstadt heißt Köln. Nach und nach wurde die Metropole zum Fernsehzentrum. Es ist das Ergebnis von gezielten Fördermaßnahmen und politischen Vorgaben. So siedelte sich in Köln neben dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) und der Deutschen Welle mit dem Privatsender RTL auch Europas größter Werbeträger an. Heute sind in und um Köln hunderte große und kleine Fernsehproduktionsfirmen angesiedelt. Regisseure, Schreiber und Journalisten ziehen in die Stadt, die gar einen ultramodernen Stadtteil nur für Medienschaffende geplant hat. Die von der Rezession gebeutelte Stadt, in der die klassischen Industrien von Stahl bis Bau mehr als 50.000 Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen haben, konnte das durch eine „weiße industrie" ausgleichen: Die Fernsehmacher.

Die Pillengesellschaft?Mehr Risiken als Wirkung?

Der Konsum von Medikamenten ist für viele Menschen zur lebenslangen Gewohnheit geworden. Wir leben in einer Gesellschaft, die allzu oft körperliche Gesundheit und seelisches Wohlbefinden vom Griff zur Pillenschachtel erwartet. Doch keine Wirkung ohne Neben Wirkung. Das gilt für Naturstoffe ebenso wie für die Produkte der pharmazeutischen Chemie. Das Wissenschaftsmagazin hinterfragt, warum manchmal schon der Glaube an die Wirkung eines Medikaments wirksam sein kann.

Sicherheit am Himmel

Weltweit steigt das Luftverkehrsaufkommen. Allein über Deutschland wurden 1996 mehr als zwei Millionen Flugbewegungen registriert. Immer mehr Flugzeuge am Himmel - und dennoch bleibt das Flugzeug das sicherste Verkehrsmittel der Welt. In keinem anderen Bereich sind die Sicherheitsanforderungen so hoch. Daß dies in Zukunft in Deutschland und Europa so bleibt, dafür sorgen gemeinsam die Deutsche Flugsicherung (DFS), das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und die europäische Flugsicherungsorganisation EUROCONTROL. Dieses Feature stellt die drei Institutionen vor.

Das Meer ? Nach uns die Sintflut

Die internationale Luftüberwachung der Nord- und Ostsee gewinnt immer mehr an Bedeutung. Seit Beginn der Kontrollflüge 1986 hat die Anzahl der identifizierten Meeresverschmutzer um ein Drittel zugenommen. Koordiniert durch die Bundesmarine und in Abstimmung mit den übrigen Anrainerstaaten sind täglich Flugzeuge im Einsatz, um das riesige Gebiet zu überwachen. Mit Laser-Fluoreszenz-Sensoren werden Schiffe und Ölplattformen unter die Lupe genommen.. Welche Folgen hat die Entdeckung eines Umweltverschmutzers für den Verursacher? Kann das Umweltbewußtsein bei den Schiffseignern und Ölgesellschaften verbessert werden?

Neue Sonnen, neues Leben
Wie die Radioastronomie das Weltall erobert!

Radio- und Infrarotastronomie und Spektroskopie haben die Weltraumforschung revolutioniert. Dieser Zweig der Astronomie mißt die verschiedenen Frequenzen der elektromagnetischen Strahlung im Weltall, die durch die Bewegung von Atomen entsteht. Innerhalb weniger Jahr hat sich so das Wissen erweitert über die kosmischen Kreisläufe, das Leben und Sterben und Galaxien, das Entstehenden Sternen und über die alte Menschheitsfrage: ist da jemand, gibt es noch anderes Leben im All? Der populärwissenschaftliche Film entstand in Zusammenarbeit mit führenden Forschern aus Deutschland, Frankreich und den USA.

Andy im Tal der Träume

„Go west, young man," ein Motto, scheinbar immer noch gültig im Land der unbegrenzten Möglichkeiten - zumindest im Silicon Valley. Der begabte Techniker Andreas von Bechtolsheim, der bereits vor 20 Jahren als Student von Bodensee nach Stanford ging, startete Ende der 80er Jahre im kalifornischen „Tal der Träume" eine phantastische Karriere, die in einer Garage begann. Heute gehört sein Software-Unternehmen „Sun Microsystems" zu den großen, feinen Adressen der Branche. Damit nicht genug: Andy verkaufte sein Sun-Aktinenpaket und gründete eine neue Firma, „Granite", die zusammen mit dem Giganten „Cisco" heute einen Börsenwert von ca. 63 Milliarden Mark erreicht - mehr als Siemens oder Daimler. Ein Portrait über einen, für den der amerikanische Traum wahr wurde.

Tod in Nanjing-Ein deutsches Tagebuch

Im Winter 1937 stürmen japanische Truppen die damalige chinesische Hauptstadt Nanjing. Innerhalb weniger Wochen töten sie Hunderttausende. Nur wenige Ausländer bleiben in Nanjing. Unter ihnen der deutsche Siemensangestellte und NS-Funktionär John Rabe und einige amerikaniche Missionare. Sie richten eine Schutzzone für die Chinesen, John Rabe öffnet seine Privatresidenz für die Flüchtlinge und rettet so Zehntausende von Menschenleben. Und John Rabe führt Tagebuch. Er schreibt das Protokoll jener Ereignisse, die als Massaker von Nanjing in die Geschichte eingehen sollten. Sechzig Jahre später hat die Enkelin John Rabes die Tagebücher ihres Großvaters aus dem Familienarchiv geholt und sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heinrich Heine ?Eine biographische Trilogie

Man kann mit Heine lachen und spotten, man kann sich von seinen poetischen Texten verzaubern lassen - ohne viel von ihm zu wissen. Verstehen aber kann ihn nur, wer die Hintergründe und Zwiespälte seines Lebens kennt. Aus Anlaß seines 200. Geburtstags hat die Deutsche Welle das Leben Heinrich Heines in einer dreiteiligen Filmbiographie vorgestellt. Diese Dokumentarfilme erzählen Heines Lebensweg, seine Stationen, seine literarischen Erfolge und Rückschläge, seine persönliche Leidensgeschichte. Autor Dr. Joachim Burkhardt setzt dabei bewußt auf die Form der Biographie, um einem weltweiten Publikum den Zugang zu Heinrich zu erleichtern. Gedreht wurde an Originalschauplätzen - in Düsseldorf, Berlin, München, Paris

Dr. Joachim Burkardt ist ausgewiesener Literaturkenner und Verfasser von Romanen, Erzählungen und Hörspielen. Der Germanist trat mit vielbeachteten Film-Dokumentionen über Goethe und Schiller in Erscheinung. Als wissenschaftlicher Berater stand dem Autor Dr. Bernd Kortländer vom Heinrich-Heine-Institut zur Seite. Für Kamera und Regie zeichnet Peter Hennies verantwortlich.

.1 Teil ?Vergiftet sind meine Lieder?1792-1822
So nimmt die Filmtrilogie ihren Anfang in Heines Geburtsstadt Düsseldorf, wo er am 13. Dezember 1797 als erster Sohn jüdischer Eltern zur Welt kam. Der Stadt am Rhein, die ihm erst spät ein Denkmal setzte, fühlte er sich zeitlebens verbunden. Während seines Jurastudiums in Bonn, Göttingen und Berlin werden seine ersten Gedichte veröffentlicht; die literarischen Salons sind begeistert.

2. Teil ?Der Sturm warf mich an den Seinestrand?1822-1831
Heines Eintreten für die Rechte seiner jüdischer Mitbürger in Berlin ist einer der Schwerpunkte des zweiten Teils. Der Film macht hierbei auch deutlich, daß sein Verhältnis zu seiner Herkunft dennoch gespalten bleibt. Nach Abschluß seines Studiums in Göttingen macht ein politisches Engagement für die demokratische Bewegung das Leben für ihn in Deutschland schwierig. Er reist durch Polen, England und Italien, bliebt jedoch seinem deutschen Vaterland zugetan. Seine „Harzreise" und „Das Buch der Lieder" machen ihn einem großen Leserkreis bekannt.

3. Teil ?Vernehmt mein Schluchzen und mein Flehn?1831-1856
Im Mai 1831 kommt Heine nach Paris, Schauplatz des dritten Teils der filmischen Biographie. As Journalist verdient er hier seinen Lebensunterhalt. Er lernt Matilde, seine spätere Frau, kennen 1843 entsteht das Gedicht „Nachtgedanken", aus dem das berühmte Heine-Zitat stammt: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht" - eine Zeile, die die Literaturwissenschaft bis heute immer wieder zu neuen Interpretationen provoziert. Im selben Jahr kehrt er zum letzten Mal in seine Heimat, wo seine Schriften inzwischen verboten sind, zurück. In dem Versepos, „Deutschland. Ein Wintermärchen" verarbeitet er die Erfahrungen seiner Reise. 1848 erkrankt der Dichter an Rückenmarkschwindsucht. Nach peinvollen Jahren stirbt Heine 1856 in der Fremde…

Vogel?flieg oder stirb!

Nicht Nashörner und Elefanten Robben oder Wale seien am meisten bedroht, klagen manche Biologen, sondern in weit größeren Maße seien es Arten, die wenig Beachtung in der Öffentlichkeit finden. Das Artensterben findet nicht nur in den entlegenen Wildbahnen Afrikas oder der Antarktis statt, sondern auch in Europa - vor allem Vögel sind hier bedroht. Der Waldrapp zum Beispiel, einst sogar in den Alpen weitverbreitet, soll jetzt durch Nachzucht in europäischen Zoos gerettet werden. Doch viele Vögel sind nicht nur in ihrem Lebensraum bedroht, sondern auch auf ihren jährlichen Flugrouten: Für viele Entenarten, die bis aus Sibirien zu uns kommen, wird das Nahrungsangebot zu knapp, weil unsere Gewässer keine Nahrung mehr bieten…

Mutter Natur?blind wie der Zufall?

Die Evolutionsgeschichte auf der Basis der Idee von Charles Darwin ist heute wissenschaftlich akzeptiert. Doch die Konsequenzen für das Selbstverständnis des Menschen imitieren noch immer: Sind wir nur zufälliges Produkt eines biologischen Auswahlprozesses und Spielball des Zufalls? Lautet doch das provozierende Statement eines Evolutionsforschers: „Die Evolution geht nirgendwohin!" Der Film skizziert Darwins Theorie und ihre aktuelle Weiterentwicklung durch die umstrittenen Thesen von Richard Dawkins, Universität Oxford. Sie diskutiert die biologischen Wurzeln von Kultur und Religion, und sie fragt nach der Zukunft des Menschen im Lichte der Evolutiontheorie Darwins.

TV-Filme
Das Fräulein von damals

Drehbuch: Robert Muller
Regie: Dietrich Haugk
Hauptdarsteller: Horst Buchholz, Doris Kunstmann, Johanna von Koczian, Judy Winter, Karin Baal

Nach 25 Jahren kehrt der amerikanische Germanist und Hermann-Hesse-Forscher Peter Warren anläßlich eines Symposions nach Hamburg zurück. Hier hatte er als junger Wissenschaftler im Amerika-Haus gearbeitet. Damals hatte Peter das Hamburger Fräulein-Wunder schätzen und lieben gelernt. An sechs Freundinnen aus alten Zeiten hat er durchaus lebendige Erinnerungen, vor allem an Mimi, seinerzeit Jungredakteurin beim Spiegel. Sie möchte er wiedersehen. Doch ein Eintreffen in Hamburg spricht sich auch bei den anderen Damen herum, uns so trifft er sie alle: Gerda-Mai, damals Jurastudentin, inzwischen mit einem Bundestagsabgeordneten verheiratet; Margarete, früher Bardame, nun erblindete Ex-Gattin eines Bankiers;die ehemalige Kunststudentin Daniela, die die Hamburger Kunstszene beherrscht, aber leicht frustriert wirkt; die Schauspielerin Magda, inzwischen Garderobiere. Und Ingred, die ehemalige Krankenschwester, die nun am Rande des Hamburger Hafenmilieus lebt. Im Hotel erfährt der Wissenschaftler bei seiner Suche nach den vergangenen Zeiten freundliche Unterstützung?von Empfangschef Eissberger und der Gästebetreuerin Ilse, die ihn ständig an Mimi erinnert. Auch sie hatte er wiedersehen können, wenn er sie erkannt hätte.

Die Arzte - Nachtrunden

Sabina Trooger als Dr. Löbach;
Matthias Brenner als Konrad Beyer
Robinson Reichel als KLaus Frühtrunk

In ihren Händen liegt nicht selten das Leben anderer. Als „Halbgötter in Weiß" werden sie verehrt: doch auch sie sind nur Menschen. Der Film ist realitätsnah inszeniert und mit gegenwartsbezogenen Geschichten.

Eine dramatische Nacht in Frankfurt: Siebenmal ist die Notärztin Dr. Andrea Lösbach im Einsatz. Mit Klaus Frühtrunk, dem Sanitäter, jagt sie von einer Unglücksstelle zur nächsten. Die beiden verstehen sich gut, sind ein eingespieltes Team, was wichtig ist, denn sie agieren unter ungeheurem Zeitdruck. Schnelligkeit, Präzision und die richtige Diagnose sind lebensentscheidend für den Patienten, denn häufig ist es ein Kampf auf Leben und Tod. Der Druck und die Verantwortung, die auf Andrea lasten, färben auch auf ihr Privatleben ab. Sie kann es kaum verkraften, daß sie sich wenig um die Schicksale kümmern kann, die hinter einem Notfall stehen. Schwierigkeiten mit dieser Situation hat zunehmend Andreas Freund Konrad Beyer, ein Journalist, der nur schwer ertragen kann, daß seine Freundin fremde Schicksale wichtiger nimmt als die eigene Beziehungskrise. Er fühlt sich vernachlässigt. Als Andrea durch ihre Arbeit unerwartet in eine bedrohliche Lage kommt, ist sie nicht mehr sicher, ob sie sich tatsächlich auf Konrads Hilfe verlassen kann.

Klassiker

Die Feuerzangenbowle (1944)mit Heinz Rühmann als Dr. Johannes Pfeiffer und der Gymnasiast Hans Pfeiffer „Dieser Film ist ein Loblieb auf die Schule, aber es ist möglich, daß die Schule es nicht merkt."

Klassisches deutsches Lustspiel mit Heinz Rühmann als erfolgreichem Schriftsteller, der wegen einer Wette noch einmal die Schulbank drückt Der erfolgreiche Schriftsteller Dr. Pfeiffer stellt bei einer abendlichen Feuerzangenbowle mit Freunden fest, daß er die eigentliche Schule nie kennengelernt hat, da er durch einen Privatlehrer erzogen worden ist. Darauf beschließt er, noch einmal die Schulbank zu drücken, wobei er mit seinen Streichen nicht nur die Schule, sondern sein ganzes Heimatstädtchen auf den Kopf stellt.

Pfeiffer, „mit drei f." -- „Also wat is en Dampfmaschin? Da stelle mer uns janz dumm." Wer kennt sie nicht, diese Sätze aus Die Feuerzangenbowle, ein Film, der 1944 unter der Regie von Helmut Weiß entstand. Der Schriftsteller Hans Pfeiffer wird auf Grund einer Wette in das Pennälerleben zurückversetzt. Der Film zeigt Heinz Rühmann in einer seiner Paraderollen als Schüler Pfeiffer, der eigentlich kein Schüler mehr ist und ganz nebenbei die Liebe seines Lebens trifft. Bis es soweit ist, muss er aber noch Professor Schnauz ausbooten und einige Pennälerstreiche mit mehr oder weniger gutem Ausgang überstehen.

Der Film, der sich ziemlich genau an die Romanvorlage von Heinrich Spoerl hält, hat auch heute noch nichts von seinem Reiz verloren. Die Feuerzangenbowle ist nicht die erste Verfilmung des Romans. Bereits 1933 verfilmte Robert A. Stemmle (Emil und die Detektive, Das Testament des Dr. Mabuse) diese Vorlage. Die Hauptrolle spielte ebenfalls Heinz Rühmann. Der Film erschien allerdings unter dem Titel So ein Flegel und ist heute leider nur noch fragmentarisch erhalten.

Das Boot- Wolfgang Petersen

Nach ausgelassenen Feiern inmitten der Kriegswirren von 1941 sticht die U 96 wieder in See. Der grünschnabelige Kriegsberichterstatter Werner ist mit an Bord. Seine heroischen Träume zerreiben sich an der beklemmenden Enge, der totalen Langeweile und schließlich der Todesangst, als Luftangriffe und Stürme wüten und ein mißglückter Durchbruchsversuch durch die Meerenge von Gibraltar das Boot in Untiefen stürzt.

Seit den 50er Jahren haben nur ganz wenige deutsche Filme international wirklich für Aufsehen gesorgt. Zwar besitzen Regisseure wie Werner Herzog, Wim Wenders oder der viel zu früh verstorbene Rainer Werner Fassbinder unter Kritikern und Kinoliebhabern auf der ganzen Welt einen hervorragenden Ruf, aber die ganz große Popularität ist auch ihnen nie zuteil geworden. Die blieb praktisch nur zwei Filmen vorbehalten: Volker Schlöndorffs Die Blechtrommel und Wolfgang

Einen „Fels, der aus dem Meer der Kinogeschichte emporragt", hat Ulrich Greiwe Das Boot in seinem Interview-Buch mit Wolfgang Petersen Ich liebe die großen Geschichten genannt; und egal wie man nun persönlich zu dieser epischen U-Boot-Kriegssaga steht, muss man doch anerkennen, dass dieser Film genau das ist, ein weithin sichtbarer Fels. Er hat seinen Regisseur, der bis dahin durch einige gelungene und umstrittene Fernsehfilme aufgefallen war, quasi über Nacht berühmt gemacht und regelrecht nach Hollywood katapultiert, wo er Erfolgsfilme wie In the Line of Fire und Air Force One gedreht hat. Allein diese einzigartige Stellung innerhalb der Filmgeschichte rechtfertigt den 1997 entstandenen, etwa dreieinhalb Stunden langen Director's Cut des Films, den man durchaus als eine Art von Kompromiss zwischen der ersten Kino- und der mehrteiligen Fernsehfassung sehen kann.

Rasantes U-Boot-Kriegsspektakel oder episches Psychodrama, das war die Geschichte der letzten Fahrt eines deutschen U-Boots im 2. Weltkrieg durch die Meerenge von Gibraltar in ihren ersten Fassungen. Nun, im Director's Cut, ist sie beides. Der junge von Herbert Grönemeyer gespielte Kriegsberichterstatter Leutnant Werner ist nicht mehr die Identifikationsfigur, mit deren Augen man den Krieg und seine unvorstellbare Schrecken erlebt. An dessen Stelle tritt nun der Kommandant des U-Boots (Jürgen Prochnow). Sein Zynismus und seine Besessenheit, die ihn zu waghalsigsten Aktionen verleiten, geben dem Director's Cut einen neuen Ton. --Sascha Westphal

Für Filme wie diesen ist ein Medium wie die DVD natürlich einfach ideal. Dank ihrer Bild- und Tonmöglichkeiten kann dieses gewaltige Kriegsepos nun auch zu Hause seine ganze Kraft entfalten, und der durchgehende Audio-Kommentar von Wolfgang Petersen und Jürgen Prochnow vermittelt zusätzlich noch interessante Einblicke in die strapaziösen Dreharbeiten. --Sascha Westphal --Dieser Text bezieht sich auf eine nicht mehr erhältliche oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels

Kurzbeschreibung

Folge 1: Operation Atlantik" La Rochelle im Herbst 1941. Die Besatzung von U 96 feiert Ihre letzte Nacht an Land. Die Stimmung ist ausgelassen, doch der naive Optimismus der ersten Kriegsjahre ist längst verflogen. Für den Kriegsberichterstatter Leutnant Werner ist das entfesselte Treiben der Offiziere unverständlich. Ihm fehlt die Erfahrung derjenigen, die um Haaresbreite davongekommen sind, die Angst, die im Alkohol ertränkt werden muß. Am nächsten Morgen läuft das U-Boot aus und nimmt Kurs auf ein bislang nur dem Kapitän bekanntes Operationsgebiet im Atlantik. Am ersten Tag lernt Leutnant Werner das Innere der 67 m langen Röhre genauer kennen. Er ist leicht irritiert wegen der "Ferienstimmung mitten im Krieg", die an Bord herrscht. Doch dies ist nur von kurzer Dauer,denn der erste Flugzeugangriff läßt nicht lange auf sich warten...

Folge 2: "Auf Suchkurs" Eintönigkeit herrscht an Bord von U 96, das seit Tagen auf Suchkurs südwestlich von Irland fährt. Die Bordroutine und der Wechsel der Wachen beherrschen den Tagesablauf. Pausenlose Erfolgsmeldungen des Großdeut- schen Rundfunks gehen den Männern auf die Nerven. Untätigkeit und Langeweile schlagen um in Aggressionen. Plötzlich wird über Funk ein Geleitzug gemeldet. Von der Sinnlosigkeit erlöst verändert sich mit einem Mal die Stimmung an Bord. Während U 96 sich dem Geleitzug nähert, kommt es unverhofft zu einem Wetterumschwung. Aufgrund schlechter Sicht läßt der Alte "rumhorchen". Überrraschend taucht plötzlich ein Zerstörer in der Nähe auf, der das U-Boot entdeckt und mit Wasserbomben jagt

Komplett restauriert, auf den technischen Stand der Neunziger gebracht und mit zusätzlichen Aufnahmen und digitalem Sound ausgestattet, gibt es Wolfgang Petersens monumentales U-Boot-Epos 15 Jahre nach seiner Erstaufführung in der neugeschnittenen Fassung zu sehen. Ortwin Freyermuth setzte Petersens lang gehegten Wunsch Anfang 1996 in die Tat um - packend und beeindruckend.

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